New Kid On The Blog

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Es gibt eine Vielzahl von Blogs mit rechtlichen Inhalten im Netz. Warum einen weiteren Blog ins Leben rufen? Ich bin Rechtsanwalt mit 10 Jahren Erfahrung in einer der größten Kanzleien weltweit und mit rund acht Jahren Tätigkeit in einer deutschen mittelständischen Kanzlei. Fast 20 Jahre Berufserfahrung im Technologie-Sektor sollten genügend Erzählstoff bieten. Letztlich gab den Ausschlag für die Einrichtung des Blogs jedoch meine Vortragstätigkeit im Rahmen der TRAIN-Akademie der Translationsallianz in Niedersachsen:

Wie wäre es mit einem Blog über Technologie, Rechtsberatung, (vorwiegend deutsches) Recht und etwas Geplauder aus dem Nähkästchen? Warum nicht über technologische Entwicklungen, ihre rechtlichen Implikationen und deren praktische Anwendung schreiben? Warum eigentlich keinen Blog für diejenigen verfassen, die sich im Prozess der Translation ihrer Ideen, Erfindungen oder Entwicklungen in praxis-orientierte Anwendungen befinden? Und was ist mit den Beratern aus anderen Jurisdiktionen, die an etwas „look and feel“ der Anwendung deutschen Rechts im Technologie-Sektor interessiert sind?

Anwälte profitieren von einem großen Vorteil: Sie sind ständig den Fehlern anderer ausgesetzt. Das erlaubt Ihnen, über Angelegenheiten, die Ihnen selbst nie in den Sinn gekommen wären, einen reichen Erfahrungsschatz zu sammeln. Wäre es nicht großartig, diesen Erfahrungsschatz zu teilen, so dass andere schlechte Erfahrungen nicht erst selbst machen müssen? Schlecht fürs Geschäft mag man denken. Wenn keine Fehler mehr gemacht werden, warum sollte man dann noch zum Anwalt gehen? Das denke ich nicht. Ich denke, die Motivation zur Zusammenarbeit mit einem Anwalt sollte eine andere sein. Das ist auch ein Thema dieses Blogs.

Für mich ist der spannendste Aspekt bei der Beratung von Technologie-Unternehmen die Technologie an sich. Bahnbrechende technologische Entwicklungen überkommen traditionelle wissenschaftliche Parameter und finden per se international Anwendung. Darüber hinaus verlassen sie manchmal durchaus den bekannten Pfad der Gesetzgebung und führen den Berater in Regionen, die noch kein Anwalt zuvor betreten hat. Das führt nicht gleich in metaphysische Sphären der Reflexion über das Ich im Reich der Rechtsanwendung. Jedoch vermag die Beschäftigung mit diesen Angelegenheiten das Gefühl zu vermitteln, dass der Leser beim Betreten neuen rechtlichen Terrains nicht notwendigerweise alleine ist. Darüber hinaus ist die Entwicklung und Kommerzialisierung von Technologie heute ubiquitär. Deshalb ist dieser Blog zweisprachig.

Ich denke, es ist jetzt an der Zeit, einen Punkt sehr klar zu formulieren: Dieser Blog dient nicht der Rechtsberatung. Sämtliche Aussagen in diesem Blog stellen meine persönliche Meinung, oder die persönliche Meinung anderer Beitragender (die wiederum nicht meiner Meinung entsprechen muss) dar. Dieser Blog dient nicht der Rechtsberatung und die Beiträge des Blogs sollten nicht als solche verstanden werden. Ich schreibe diesen Blog aus rein persönlichem Vergnügen und – hoffentlich – auch zum Vergnügen seiner Leser.

Für mich ist das Beste an diesem Blog die Reise in das Ungewisse. Anwälte tendieren dazu, zu versuchen, jeden Aspekt, jedes Risiko, Ereignis, alle Möglichkeiten oder Nachteile einer Transaktion im Voraus erahnen zu wollen. Mit diesem Blog nehme ich eine Auszeit von meinem professionellen Kontrollwahn und genieße die Reise in das Unvorhersehbare: niemand kann voraussehen, wie sich dieser Blog entwickelt, über welche Themen wir schreiben und sprechen werden oder wie die Reaktion auf diesen Blog sein wird. Ich bin guter Dinge, wenn ich meine Reise nun antrete und werde frohen Mutes meine Wanderung auf den Pfaden des Blogging in das Unvorhersehbare in vollen Zügen genießen.

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New Kid On The Blog

There’s a myriad of law-related blogs out there. Why creating yet another blog? I am a lawyer with ten years experience in one of the largest law firms world-wide and another eight years with a German mid-size firm. Nearly 20 years experience in the technology sector should offer plenty of food for discussion. However, eventually, my lecture activity for the TRAIN-Academy of the biomedical translation alliance in Lower Saxony (Germany) triggered the birth of this blog:

Why not having a blog on technology, lawyering, (primarily German) law, and a little inside talk? Why not writing about technological developments, their legal implications, and on their practical approach cross-roads? Why not having a blog directed towards those that are in the process of translating their ideas, inventions, or developments in real-world applications? And how about professionals from other jurisdictions who would like to get a look and feel on the application of German law in the technology sector?

We lawyers share a great benefit: we are permanently exposed to the mistakes others make. This allows us to accumulate a wealth of experience on issues that we would never have thought of. Wouldn’t it be a great idea to share these experiences so that others would not need to go through the painful process of making them themselves? Bad business model you might think. If people don’t make mistakes, they don’t need to see a lawyer. I don’t think so. I think the motivation to work with a lawyer should be a different one. This is also a subject of this blog.

For me, the most thrilling aspect of advising technology companies is the technology itself. Path breaking technology overcomes traditional parameters and its need for application is international at its core. Moreover, path breaking technology may leave the beaten path of legislation and dive into areas where no lawyer has been before. This may not necessarily lead you to metaphysical considerations about your personal being in the realm of legal analysis. However, sharing some insights at least might leave you with the good feeling that you’re not alone when entering unknown legal territory with your new technology. Moreover, these days, developing and commercializing technology is an ubiquitous endeavor. Therefore, this blog is bi-lingual.

I guess now is the time to make one point very clear: This blog is not about legal advice. All statements in this blog are my personal opinion, and third party contributor’s personal opinion (who do not necessarily need to share my personal opinion, though), if there are any, and they are not meant, and should not be understood, as providing legal advice. I am writing this blog for my personal pleasure and – hopefully – the pleasure of its readers.

For me the best thing about this blog is the unforeseen. We lawyers try to foresee each and every aspect, risk, possibility, incident, disadvantage, etc. a deal can bring with it. With this blog, I am taking a break from my professional control freakiness and enjoy my travel into the unforeseen: nobody knows how this blog is going to develop, what subjects we will write and talk about, and how the reactions will be. I am in good hopes upon this departure and will gladly enjoy my travels on the unforeseeable paths of blogging. Enjoy!

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